Formel 1 News
Midland will in Hockenheim überraschen
26 Juli 2006Die letzten Testfahrten in Jerez haben bei Midland für neuen Auftrieb gesorgt. Eine neue Vorderradaufhängung, eine überarbeitete Hinterradaufhängung und neue Aerodynamikteile sollen den Abstand zur Spitze verringern und das Team freut sich auf das Rennen in Hockenheim. "Wir haben in Jerez letzte Woche einen schönen Schritt nach vorne gemacht," erklärt Teamchef Colin Colles. "Es sind zwar vergleichsweise kleine Schritte, aber solange wir den Abstand auf unsere Rivalen verkürzen können und uns weiter Richtung Spitze bewegen ist das das Allerwichtigste. Wenn wir uns in Hockenheim gut qualifizieren können und beide Autos ins Ziel bringen, haben wir eine gute Chance, einige Leute zu überraschen."
Tiago Monteiro schwärmt vor allem von der Atmosphäre in Hockenheim. "Da ist wohl die beste Atmosphäre von allen Strecken der Welt," sagt der Portugiese. "Sogar als Fahrer kann man sich dem Enthusiasmus nicht entziehen und ich hoffe, dass viele Fans da sein werden, auch wenn die meisten von ihnen wohl einem ganz bestimmten deutschen Fahrer zujubeln werden! Wahrscheinlich wird es wieder ein heißes Rennen werden, was sehr hart sein wird für die Reifen und die Fahrer, ganz besonders, wenn wir wieder die Temperaturen erreichen, die wir in Magny-Cours hatten." Nach den Tests in Südspanien denkt Monteiro aber, dass man bei Midland gut auf diese Bedingungen vorbereitet ist und besser aussehen kann als bei den vergangenen Rennen.
"Ich mag die beiden deutschen Rennen, vielleicht, weil sie am nächsten zu Holland gelegen sind und immer viele holländische Fans da sind," erklärt Christijan Albers. Außerdem sei auch die Strecke eine seiner Lieblingsstrecken, auf der er bereits in der DTM, der Formel 3000 und der Formel 3 Erfahrung sammeln konnte. "Ich kenne den Kurs also sehr gut. Bei den Tests letzte Woche konnten wir nützliche Daten über unsere neuesten Weiterentwicklungen und Reifen sammeln und ich denke, dass wir konkurrenzfähiger sein werden als normalerweise. Wenn wir am Freitag das richtige Setup finden können sollten wir im Rennen recht gut aussehen."
In Hockenheim wird am Freitag aber auch noch ein Deutscher ins Lenkrad greifen. Markus Winkelhock wird zum dritten Mal in dieser Saison für Midland auf die Strecke gehen. "Für mich wird das ein sehr aufregendes Wochenende werden, da ich ja nur eine Stunde von Hockenheim entfernt lebe. Man könnte also wirklich sagen, dass das mein Heimrennen ist! Ich freue mich sehr darauf, den M16 wieder fahren zu dürfen, denn das letzte Mal ist doch schon eine Weile her." Er wird auf alle Fälle alles tun, um seinem Team so gut wie möglich zu helfen. "Ich denke auch, dass es hier für mich einfacher sein wird, gute Rundenzeiten zu fahren als in Bahrain und Australien, weil ich hier zumindest die Strecke kenne."
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