Formel 1 News
McLaren im Monaco GP eine Klasse für sich
27 Mai 2007 / Ergebnisse / FotosPole-Position, schnellste Runde, Sieg - Fernando Alonso holte sich in Monaco den Hattrick. Einzig Teamkollege Hamilton konnte mithalten und Alonso gefährlich werden, doch der Weltmeister behielt die Nase vorn. Das McLaren-Duo fuhr auf den engen Straßen des Fürstentums die Konkurrenz in Grund und Boden. Der Drittplatzierte Massa im Ferrari hatte am Ende über eine Sekunde Rückstand auf die Silberpfeile.
Es war ein Zwei-Klassen-Rennen: schon beim Start fuhren Alonso und Hamilton vorne weg, Massa hatte nie wirklich eine Chance, von seinem dritten Platz nach vorne zu kommen. Entsprechend festgefahren waren auch die Positionen. Die ersten vier Fahrer der Startaufstellung, allesamt auf nahezu identischen Zwei-Stopp-Strategien unterwegs, kamen exakt so ins Ziel, wie sie losgefahren waren. Positionsveränderungen gab es auch dazwischen nur kurzzeitig während der Boxenstopp-Phasen.
Die Pace des späteren Siegers Alonso konnte nur Hamilton mitgehen - und zwischenzeitlich auch übertrumpfen. Die beiden McLaren-Fahrer schenkten sich während des gesamten Rennverlaufs nichts und fuhren im Wechsel eine schnellste Runde nach der anderen. Entsprechend schwankte auch der Abstand zwischen den beiden: hatte Alonso gegen Mitte des Rennens noch 9 Sekunden Vorsprung auf Hamilton, so konnte der Brite doch am Ende beträchtlich Boden gut machen und kam nach dem zweiten Boxenstopp bis auf 0,7 Sekunden an seinen Teamkollegen heran. Zu einem Überholversuch kam es dennoch nicht. Alonso konnte sich auf den letzten Runden wieder absetzen und fuhr den Sieg nach Hause. Im WM-Klassement zieht der Spanier damit mit Hamilton gleich.
Die Dominanz der McLaren nahm die Spannung aus dem Rennen, zumal es auch sonst wenig ereignisreiche Szenen und noch weniger Überholmanöver gab. Kimi Räikkönen arbeitete sich von Startplatz 16 in der Startphase bis auf Platz 12 vor, bevor Jenson Button seine Aufholjagd zunächst stoppte. Anders als der Honda-Pilot war Räikkönen auf einer Ein-Stopp-Strategie unterwegs. Damit kam er am Ende auf Platz 8. Um Alex Wurz, der als Siebter nur wenige Zehntel vor ihm war, zu überholen reichte es nicht. - Ein enttäuschendes Rennen für Ferrari, trotz des dritten Platzes von Massa, der jedoch trotz Podiumsplatzierung mit über einer Sekunde Rückstand auf die McLaren weitab von der Pace war. Dabei war er der einige im Feld, der vom McLaren-Duo nicht überrundet wurde. - Anders als Fisichella auf Platz vier, der auf einer Ein-Stopp-Strategie einen Achtungserfolg für Renault verbuchen konnte und sich vor dem BMW-Duo Kubica und Heidfeld halten.
Die Ausfallorgie, für die Monaco sonst berühmt-berüchtigt ist, blieb aus. Nur vier Fahrer sahen die Zielflagge nicht: Liuzzi und Speed landeten in den Leitplanken, Webber und Albers beendeten ihre Rennen mit technischen Problemen vorzeitig an der Box.
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