
Das Honda Racing F1-Team begann heute auf dem Hungaroring mit den Vorbereitungen auf das Rennen. Beide RA107-Rennwagen erwiesen sich als sehr zuverlässig. Jenson Button fuhr beachtliche 67 Runden auf der kurvenreichen 4,381 km langen Strecke, während sein Teamkamerad Rubens Barrichello 49 Runden zurücklegte.
Die Fahrbahn war zu Beginn des anderthalbstündigen Trainings wie immer schmutzig, und alle Fahrer hatten mit dem rutschigen Asphalt zu kämpfen. Aber sobald sich Gummiabrieb gebildet hatte, wurde die Haftung besser, und die Fahrer konnten mit den Abstimmungsarbeiten beginnen. Jenson und Rubens legten 20 Runden zurück und beendeten den Lauf in den Positionen 8 und 9.
Im zweiten Trainingslauf legte Jenson die höchste Kilometerzahl aller Fahrer zurück. Im Verlauf der 47 Runden führte er mehrere Reifentests durch und prüfte die neuen Teile der RA107-Rennwagen für dieses Rennen, die in der vergangenen Woche in Jerez nicht getestet werden konnten. Er beendete das Training in Position 16 mit einer Bestzeit von 1:22,550. Rubens fuhr im zweiten Lauf 29 Runden, hatte aber weniger Glück als am Morgen. Er beendete den Tag zwei Positionen hinter Jenson mit einer Bestzeit von 1:22,727.
Beide Fahrer des Honda Racing F1-Teams haben das Rennen auf dem Hungaroring schon einmal gewonnen - Rubens im Jahr 2002 und Jenson 2006. Sie werden ihre guten Kenntnisse über die Strecke nutzen, um die Abstimmung der RA107-Rennwagen vor dem morgigen Qualifying zu optimieren.
Jenson Button (Platz 16):
"Wir hatten heute einen recht guten Tag. Wir haben einige neue Teile getestet, die die Balance des Wagens und auch die Rundenzeit verbessert haben. Kurz vor Ende des Nachmittagstrainings begann es zu regnen, aber wir hatten unsere Reifentests schon abgeschlossen. Als ich die neuen Reifen testete, wurde zweimal die gelbe Fahne geschwenkt - einmal wegen Hamilton und einmal wegen Massa. Deshalb konnte ich leider keine saubere Runde fahren. Folglich sind wir etwas unsicher bezüglich unseres Leistungsstandes über eine Runde, aber die Geschwindigkeit auf langen Strecken ist ok."
Rubens Barrichello (Platz 18):
"Heute war viel los auf der Strecke - wie immer am Freitag. Der Wagen war im ersten Lauf am Morgen viel besser als im zweiten Trainingslauf. Wir hatten am Nachmittag Probleme mit der Haftung der Hinterreifen. Wir müssen dieses Problem noch beheben. Wir sind mit beiden Wagen viele Runden gefahren und haben viele Informationen erhalten, die wir das restliche Wochenende über auswerten können."
Jacky Eeckelaert (Technischer Leiter):
"Wir hatten einen guten Start ins Wochenende, und beide Fahrer konnten das komplette Abstimmungsprogramm durchführen. Zu Beginn des ersten Trainingslaufs änderten sich die Streckenbedingungen häufig, aber beide Fahrer fanden eine gute Balance. Heute Nachmittag konzentrierten sie sich auf Reifentests mit viel Treibstoff im Tank, um sich auf das Rennen am Sonntag vorzubereiten. Abgesehen von dem dichten Verkehr beim Test der neuen Reifen und einem kleinen Problem an einer Bremsleitung an Rubens Wagen, verlief alles nach Plan."
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