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Sandiger Trainingsauftakt in der Wüste von Bahrain

Sandiger Trainingsauftakt in der Wüste von Bahrain

04 April 2008 / Ergebnisse / Fotos

Der absolute Wüsten-Overkill blieb den 22 Fahrern heute Morgen am Bahrain International Circuit noch erspart, aber mit knapp unter 30 Grad war es dennoch bereits ganz schön warm - um einen Tick wärmer als erwartet. Was den äußerst spärlich erschienenen Zuschauern an Action geboten wurde, war aber im Gegensatz dazu nicht allzu heiß.

Die ersten 20 Minuten der Session begannen überaus schleppend, weil das 5,412 Kilometer lange Asphaltband noch voller Sand und damit recht rutschig war. Zunächst gingen also ein paar Nachzügler raus, ehe nach und nach dann auch die Topfahrer ihr Programm aufnahmen. Am längsten warteten die beiden Super-Aguri-Hondas zu, die dann auch mit Anthony Davidson (+ 3,912) und Takuma Sato (+ 4,303/je 6 Runden) die rote Laterne für sich beanspruchten.

Massa in Bahrain wieder in Form

An der Spitze gab es keine großen Überraschungen, sondern Vorjahressieger und Bahrain-Fan Felipe Massa (Ferrari/20 Runden) sicherte sich in 1:32.233 Minuten die Bestzeit. Insgesamt lagen sechs Fahrzeuge innerhalb von einer Sekunde - wie üblich die beiden Ferraris und die beiden Silberpfeile, aber auch die Williams-Toyotas: Nico Rosberg (3./+ 0,182/23 Runden) und Kazuki Nakajima (6./+ 0,888/24 Runden) sprengten die übliche Viererspitze.

Anzumerken ist freilich, dass Rosberg und Nakajima zum Schluss einen neuen Reifensatz auspackten, Nakajima noch dazu einen der weicheren Sorte. Insofern muss man sich auch um das BMW Sauber F1 Team keine Sorgen machen, das wie immer am Freitag eher konservativ unterwegs war. Robert Kubica (7./+ 1,100/16 Runden) schaffte dennoch den Sprung in die Top 10, Nick Heidfeld (+ 1,873/17 Runden) wurde 14.

Nur Rosberg in den Top 10

Wie erging es den restlichen Deutschen? Timo Glock (11./+ 1,696/28 Runden) war wieder um einen Tick langsamer als sein Toyota-Teamkollege Jarno Trulli (8./+ 1,306/27 Runden), Sebastian Vettel (16./+ 2,088/32 Runden) wäre gegen Ende beinahe mit seinem Toro-Rosso-Ferrari-Stallgefährten Sébastien Bourdais (15./+ 2,002/27 Runden) kollidiert, der seinerseits weiche Reifen zückte, und Adrian Sutil (+ 3,196/22 Runden) wurde wieder nur 20.

Interessante Details am Rande: Die weichen Reifen schienen von Anfang an besser zu funktionieren als die harten, wie die Beispiele Nakajima und Bourdais belegten. Außerdem darf man die Zeiten noch nicht überbewerten, denn auf die Wintertestbestzeit fehlten zunächst noch mehr als zwei Sekunden. Dafür prägten sich wieder die zwei bekannten neuralgischen Stellen ein: In Kurve zehn und in der Zielkurve gab es immer wieder kleine Fahrfehler ohne Folgen.


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