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Briatore: "Wir können BMW packen"

Briatore: "Wir können BMW packen"

24 April 2008

Kann Renault endlich zum Sprung ansetzen? Die spanischen Fans beim kommenden Grand Prix hoffen ebenso auf einen gewaltigen Fortschritt wie die gesamte Mannschaft von Flavio Briatore. Immerhin soll Nationalheld Fernando Alonso am kommenden Wochenende zumindest seinem Ex-Team McLaren-Mercedes einheizen können. So zumindest stellen es sich die euphorischen Anhänger des zweifachen Weltmeisters vor.

Während sich Alonso auch nach den Tests in Barcelona trotz vieler Neuerungen am R28 mit Voraussagen eher bedeckt hält, so scheint man bei Renault dennoch optimistisch zu sein. "Man muss in großen Schritten denken", sprach Briatore in der spanischen Zeitung 'AS'. Und weiter erklärte der Italiener: "Wenn das Auto so läuft wie wir denken, dann können wir knapp hinter BMW sein, mehr oder weniger auf deren Niveau."

Briatores Motto: Think Big

Das Aufschließen zur im Moment führenden Mannschaft in der Konstrukteurswertung würde einem gewaltigen Satz nach vorn gleichkommen. "Wir werden in Barcelona nicht auf die Pole-Position fahren können. Das Wichtigste ist, dass wir einen Fortschritt zeigen. Wenn ein Fahrer spürt, dass es voran geht, dann wächst auch seine Zuversicht. Wir hoffen, dass wir nicht nur in Barcelona besser sind, sondern auch in der Türkei und in Monaco und so weiter."

Sollte sich Briatores Vorhersage bewahrheiten, könnte Alonso zum As im Ärmel der französischen Mannschaft werden. "Fernando wird dann den Unterschied ausmachen. Das Ergebnis in Spanien ist für uns alle extrem wichtig. Fernando wird alles Mögliche und Unmögliche unternehmen, um dort nach vorn zu kommen. Ich wäre mit einem Podium sehr glücklich", sagte Briatore, der offensichtlich davon ausgeht, dass man die Mittelfeldteams allesamt hinter sich gelassen hat.

Alonso als Trumpfkarte

Dabei war Renault statt an der Spitze der Verfolgergruppe bisher höchstens im Mittelfeld des Mittelfelds. Zuletzt waren die mit baugleichen Renaultmotoren befeuerten Red Bull sogar schneller und vor allem erfolgreicher gewesen. Von den Konkurrenten kopierte man auch die verlängerte Motorabdeckung. "Beim Testen haben wir gesehen, dass das Auto besser geworden ist. Wenn wir keinen großen Schritt machen, dann doch ganz sicher einen kleinen", relativierte Briatore seine großen Ankündigungen umgehend wieder.

Seinem Topfahrer seien mögliche Wechselgedanken nicht anzumerken, im Gegenteil: "Fernando arbeitet erstklassig mit dem Auto. Er arbeitet toll mit den Ingenieuren und Mechanikern zusammen. Er ist besser als je zuvor, denn er ist erwachsener geworden. Wenn wir weiter so gut zusammenarbeiten, dann werden wir auch ganz sicher nach vorn kommen", appellierte der italienische Teamboss an die gesamte Mannschaft inklusive Fahrer.


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