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Massa fordert neue Safety-Car-Regel

Massa fordert neue Safety-Car-Regel

05 Mai 2008

Felipe Massa weiß, wovon er spricht: Als er 2007 in Montréal an die Box kam, obwohl die Boxengasse wegen einer Safety-Car-Phase noch nicht geöffnet war, und er anschließend trotz roter Ampel wieder auf die Strecke zurückfuhr, wurde er von der Rennleitung disqualifiziert. Insofern kann er sich gut in Nick Heidfeld hineinversetzen.

Heidfeld hatte beim Grand Prix von Spanien in Barcelona nach dem Unfall von Heikki Kovalainen ähnliches Pech, genau wie auch Kovalainen selbst beim Saisonauftakt in Melbourne, daher wird nun heftig über die Safety-Car-Regel diskutiert. Diese besagt nämlich seit 2007, dass während einer Safety-Car-Phase erst dann wieder Boxenstopps absolviert werden dürfen, sobald das Feld hinter dem Safety-Car aufgefädelt ist und die Rennleitung die Boxengasse öffnet.

Widerstand gegen Safety-Car-Regel

Bis es soweit ist, kann es freilich in manchen Fällen ein paar Runden dauern - nur: Was, wenn jemand ausgerechnet dann kein Benzin mehr hat und nachtanken muss? Genau das ist Heidfeld in Barcelona passiert. Derjenige muss an die Box kommen und in Kauf nehmen, nicht nur im Feld weit zurückzufallen, sondern dann auch noch eine Stop-&-Go-Strafe mit zehn Sekunden Standzeit zu bekommen. Das ruiniert jedes Rennen.

"Die FIA sollte sich diese Regel ansehen", fordert Massa. "In Spanien hat dadurch Heidfeld ohne eigenes Verschulden eine Stop-&-Go-Strafe kassiert. Für einen Rennfahrer ist es frustrierend, wenn er ein Rennen durch Umstände verliert, die sich seiner Kontrolle entziehen. Ich denke, man kann die aktuelle Regel verbessern und den Sicherheitsstandard trotzdem halten. Wir haben darüber im Fahrerbriefing gesprochen und werden es wieder zur Sprache bringen."

Sektorenregel statt Boxenstoppverbot?

Der konkreteste (und tauglichste) Lösungsansatz als Alternative zur aktuellen Safety-Car-Regel wäre, dass ein Fahrer in der Phase, in der er zum Safety-Car-Zug aufschließt, in den einzelnen Streckensektoren eine gewisse Zeit - etwa 120 Prozent der Bestzeit - nicht unterbieten darf. So könnte man verhindern, dass alle wie die Irren um den Kurs bolzen, um keine Positionen zu verlieren, während es eine Gefahrenstelle gibt.

Außerdem findet Massa, dass die FIA die Reifenstapel in Barcelona unter die Lupe nehmen muss, weil sich Kovalainens McLaren-Mercedes richtiggehend in die Barrieren hineingebohrt hat: "Die FIA sollte untersuchen, wie das Auto unter die Reifenstapel kommen konnte, nämlich auch der Kopf des Fahrers. Das macht mir ein bisschen Angst. Die FIA sollte das ganze Barrierensystem einmal genau untersuchen", so der Ferrari-Pilot.


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