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Massa gewinnt rot-silbernes Duell um die Pole

Massa gewinnt rot-silbernes Duell um die Pole

10 Mai 2008 / Ergebnisse / Fotos

2006 hat Felipe Massa in Istanbul seinen ersten Grand-Prix-Sieg gefeiert, 2007 doppelte er nach - und anno 2008 ist er auf dem besten Weg zum Hattrick: Der Ferrari-Pilot sicherte sich heute die Pole-Position für den fünften Saisonlauf mit einer starken Leistung und unterstrich damit einmal mehr, dass er im türkischen Otodrom der unbestrittene Hausherr ist.

Massa fuhr im entscheidenden dritten Segment im ersten Run zunächst allen Verfolgern um eine halbe Sekunde davon, doch wie aus dem Nichts schob sich am Ende plötzlich Heikki Kovalainen (McLaren-Mercedes) mit einer Bestzeit von 1:27.808 Minuten an die Spitze. Massa war da jedoch noch unterwegs, wurde von Fernando Alonso (7./Renault/+ 0,805) aufgehalten - und konterte trotzdem: 1:27.617 Minuten!

Silberpfeile im Aufwind

Der Pole-Position-Jubel der Silberpfeile war damit nur von kurzer Dauer, aber das Resultat ist natürlich dennoch ein Achtungserfolg, denn mit Kovalainen in der ersten Reihe und Lewis Hamilton (+ 0,306) auf Platz drei hätte vor dem Qualifying kaum jemand gerechnet. Allerdings war auch ein bisschen Glück dabei, denn Kimi Räikkönen (4./Ferrari) blieb nur um 13 Tausendstelsekunden hinter Hamilton zurück.

Morgen werden somit der Start und vor allem die Strategie über Sieg und Niederlage entscheiden, wobei man davon ausgehen darf, dass Rot und Silber unter normalen Umständen unter sich sein werden, denn das BMW Sauber F1 Team konnte am heutigen Samstag nie ganz vorne mitmischen. Robert Kubica betrieb im Qualifying als Fünfter mit 0,773 Sekunden Rückstand immerhin Schadensbegrenzung und sicherte sich eine solide Ausgangsposition.

Geburtstagskind Nick Heidfeld war als Neunter um fast eine halbe Sekunde langsamer als sein polnischer Stallgefährte, verlor damit auch das fünfte Qualifyingduell des Jahres und ließ im Top-10-Finale nur David Coulthard (Red-Bull-Renault/+ 2,342) hinter sich. "Quick Nick" wurde seinem Spitznamen ausnahmsweise nicht gerecht, sondern hatte im Gegenteil schon im zweiten Segment Mühe, sich als Neunter überhaupt ins dritte Qualifying zu mogeln.

Webber weiter in Topform

Der Schnellste von heute Morgen, Mark Webber (Red-Bull-Renault), bestätigte seine gute Form und landete mit genau acht Zehntelsekunden Rückstand an sechster Position, noch vor Renault-Werksfahrer Fernando Alonso (7./+ 0,805), der seinen Aufwärtstrend von Barcelona bestätigen konnte. Timo Glocks Toyota-Teamkollege Jarno Trulli (+ 1,219) lieferte als Achter wieder einmal eine grundsolide Performance ab.

Glock selbst hatte nach einer bis dahin recht starken Vorstellung Pech und musste seinen letzten Run in Q2 wegen einer gebrochenen Radaufhängung abbrechen, sodass er nur auf Rang 15 landete - übrigens unmittelbar hinter Sebastian Vettel (Toro-Rosso-Ferrari), der seinerseits das Stallduell gegen Sébastien Bourdais (18.) klar für sich entscheiden konnte. Ebenfalls in Q2 scheiterten Nico Rosberg (11./Williams-Toyota) und die beiden Hondas.

Nächste Niederlage für Sutil

Bereits in Q1 hatte es mit Nelson Piquet Jr. (17./Renault) einen Fahrer erwischt, den man eigentlich mindestens im zweiten Segment erwartet hätte. Aus deutscher Sicht interessant: Adrian Sutil war wieder um eine halbe Sekunde langsamer als Giancarlo Fisichella, die Force-India-Ferraris landeten auf den letzten beiden Positionen. Wegen einer Rückversetzung um drei Startpositionen wegen Ignorierens der roten Ampel am Freitag wird dennoch Fisichella als Letzter starten.

Die Wetterbedingungen waren wie angekündigt sonnig, trotzdem erreichten die Temperaturen nie mehr als 17 Grad. Sollte es aber auch über Nacht trocken bleiben, dann wird der Grip bis zum Rennstart nicht mehr weggewaschen, was einigen Autos besser liegen könnte als anderen. Generell sind die doch recht harten Pneus an diesem Wochenende eines der bestimmenden Themen - die harte Mischung ist so hart, dass sie fast keine Verschleißerscheinungen zeigt...

Großer Favorit auf den Sieg ist nun Massa, der damit den Hattrick in der Türkei perfekt machen würde. Das ist nicht nur wegen der heutigen Pole-Position so, sondern vor allem auch aufgrund der Tatsache, dass Ferrari sonntags meist noch stärker ist als samstags - und noch etwas kommt hinzu: Mit jeweils 323 km/h hatten Massa und Räikkönen den mit Abstand besten Topspeed, vier km/h vor Hamilton, sechs vor Kovalainen!


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