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Rosberg: "Hätte mir mehr erwartet"

Rosberg: "Hätte mir mehr erwartet"

10 Mai 2008

Nico Rosberg verpasste als Elfter des heutigen Qualifyings in Istanbul den Einzug ins Top-10-Qualifying knapp, obwohl er sich mehr von der Session versprochen hatte. Dennoch malte er nicht unbedingt schwarz, weil er als Elfter beliebig auftanken kann und durch diesen strategischen Vorteil im Rennen noch nach vorne kommen möchte.

Frage: "Nico, elfter Platz im Qualifying. Bist du damit zufrieden oder hättest du dir mehr erwartet?"

Nico Rosberg: "Ich hätte mir auf jeden Fall mehr erwartet, wollte in die Top 10 kommen. Es hat aber nicht so viel gefehlt, es waren anderthalb Zehntel - schade! Es ist halt so eng im Mittelfeld. Andererseits ist der elfte der erste Platz, auf dem man frei entscheiden kann, wie viel Sprit man nachtankt, während alle vor mir schon festgelegt sein müssen. Von daher kann man noch einiges machen und ich bin auch guter Dinge für das Rennen morgen. Es ist noch nicht vorbei!"

Beeindruckt von Red Bull und Renault

Frage: "Bist du überrascht, dass die Red Bulls so stark aufgetrumpft haben?"

Rosberg: "Auf jeden Fall, ja. Die sind schon beeindruckend, aber auch Fernando (Alonso; Anm. d. Red.). Die sind von uns diesmal schon weit weg. Da mache ich mir ehrlich gesagt schon ein bisschen Sorgen."

Frage: "Tankst du dein Auto jetzt voll, um einen langen ersten Stint fahren zu können, oder möchtest du lieber am Start ein paar Plätze gutmachen?"

Rosberg: "Wir werden sicherlich ein bisschen mehr Sprit reintun, denn das ist der einzige Weg, um nach vorne zu kommen. Wir hoffen, dass wir gut dabei sind im Rennen und schnell sind, was gut möglich ist. Einen guten Start haben wir normal sowieso. Da ist noch alles offen."

Frage: "Mit welcher Reifenmischung wirst du morgen bei diesen Bedingungen losfahren?"

Rosberg: "Wahrscheinlich mit den harten, aber das muss ich abwarten. Ich bin mir nicht ganz sicher, denn wir haben auch noch einen frischen Satz weicher Reifen, da wir nicht ins dritte Qualifying gekommen sind. Mal schauen."

Frage: "Viele Teams hatten Probleme mit dem Aufwärmen der Reifen. Ihr auch?"

Rosberg: "Wir leiden normalerweise mit am meisten darunter, aber besonders im Qualifying hatten wir das Glück, dass es ein bisschen wärmer geworden ist. Dadurch sind die Probleme zurückgegangen."

Blind in die erste Kurve

Frage: "Wie willst du dich am Start aus dem Gerangel heraushalten?"

Rosberg: "Die erste Kurve lädt dazu ein, denn es geht am Start so bergab, dass man nicht sieht, wo die erste Kurve ist! Man orientiert sich dann links und rechts, zum Beispiel an den Tafeln. Da muss man genau hingucken. Das andere Problem ist, dass man am Start mit viel weniger Geschwindigkeit dort ankommt als im Qualifying, also kann man viel später bremsen. Das ist dann eine ganz neue Situation, auf die man sich einfach einstellen muss."

Frage: "Vor der Saison haben alle gesagt, dass du das Potenzial zum Weltmeister hast, aber du hast das Team nicht gewechselt - und bei Williams hast du im Moment kein Auto, das siegfähig ist. Wie gehst du damit um?"

Rosberg: "Besonders so ein Tag wie heute ist da nicht so einfach, denn man gibt alles, meine Runde war okay, wirklich gut - zumindest die letzte. Davor hatte ich immer ein paar Schnitzer drin. Und dann guckt man auf den Zeitenmonitor und man ist Elfter. Das ist schon ein bisschen enttäuschend, aber naja - ich muss immer weiter schauen. Irgendwann bekomme ich die Chance im richtigen Auto."


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