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Kundenauto-Streit ad acta gelegt?

Kundenauto-Streit ad acta gelegt?

16 Mai 2008

Die Fronten zwischen Force India und Red Bull scheinen wieder geglättet zu sein. Der kleine Rennstall um Teamchef Colin Kolles und Eigner Vijay Mallya vertrat bis zuletzt die Ansicht, dass der B-Rennstall Toro Rosso nicht als Konstrukteur anzusehen sei. Das ehemalige Minardi-Team baut sein Auto nicht selbst sondern erhält das Chassis von einer externen Red-Bull-Technikabteilung. Force India wollte deshalb klagen.

Wie unsere Kollegen von 'Sport Bild' berichten, soll nun eine außergerichtliche Einigung erfolgt und die Meinungsverschiedenheit geklärt sein. Force-India-Teamchef Kolles soll sich zu diesem Zweck in Salzburg mit einem Red-Bull-Anwalt getroffen haben, um im Restaurant mit dem passenden Titel "Carpe Diem" über eine Beilegung des Rechtsstreites zu verhandeln.

"Ich denke, dass wir jetzt einen anderen Weg finden werden", wird Kolles in der Meldung zitiert, die ferner von einer größeren Geldsumme spricht, die möglicherweise im Zuge der Einigung auf das Konto von Force India geflossen sein könnte. Laut 'Sport Bild' habe Red Bull acht Millionen Euro dafür geboten, dass der indische Rennstall von einem Gerichtstermin Abstand nimmt.

Hintergrund: Das von allen Teams unterzeichnete Concorde-Agreement sieht vor, dass jeder Rennstall auch als Konstrukteur auftreten und somit sein eigenes Auto bauen muss. Toro Rosso hatte bisher den Einsatzwagen von einer Red-Bull-Tochterfirma bezogen und so diesen Passus im Reglement umgangen - Force India drohte mit einer Klage.


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