
Die beiden deutschen Automobilhersteller BMW und Daimler (Mercedes) sind traditionell gesehen scharfe Rivalen, aber in der jüngeren Vergangenheit gab es immer wieder vorsichtige Annäherungen - man denke nur an die gemeinsame Stellungnahme, die nach Bekanntwerden der Max-Mosley-Affäre herausgegeben wurde.
Nun könnten die Konzerne auch auf technologischer Ebene zusammenarbeiten. Hinter den Kulissen haben auf hoher und mittlerer Managementebene sowie im Beisein von Ingenieuren bereits Kooperationsgespräche stattgefunden. Ob diese tatsächlich fruchten werden, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vorhergesagt werden, aber wie man hört, geht es dabei zunächst vor allem um die Hybridtechnologie.
Die beiden Formel-1-Teams sind in die Verhandlungen vermutlich nicht eingebunden, doch gerade das Thema Hybrid ließe sich auch auf den Motorsport weiterspinnen, weil die FIA 2009 Systeme zur Rückgewinnung von kinetischer Energie einführen wird. In Formel-1-Kreisen sind diese unter dem Fachbegriff KERS bekannt. Die aktuellen Kooperationsgespräche freilich finden vorerst nur auf Konzernebene statt.
Im Automobilbereich macht eine Zusammenarbeit zwischen BMW und Daimler wegen des schwachen US-Dollars mehr Sinn als je zuvor. Außerdem möchte BMW auf dem schwächelnden amerikanischen Markt mindestens wieder das Vorjahresergebnis erzielen - im Idealfall bei geringeren Kosten. Da käme ein Partner wie Daimler wie gerufen. Für ein gutes US-Ergebnis wäre natürlich auch ein Grand Prix in Indianapolis hilfreich...
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