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Singapur voll im Zeitplan

Singapur voll im Zeitplan

17 Juli 2008

Licht aus - Spots an: Singapur führt die Hitparade der neuen Strecken im Formel-1-Kalender an. Kein Wunder, denn die asiatische Metropole darf im September Geschichte schreiben, wenn es das erste Nachtrennen der Formel-1-Historie geben wird. Seit rund 15 Monaten wird in Singapur geplant, gebaut und beleuchtet. Die Bauarbeiten sind bereits auf der Zielgerade: Die Asphaltierung längst beendet, der neue Boxenkomplex offiziell eröffnet und die italienische Lichtanlage mehrfach nachts getestet. Die Vorbereitungen laufen nach Angaben der Offiziellen voll nach Plan.

"Wir haben die Asphaltarbeiten sogar schon im Juni abgeschlossen. Das war deutlich vor der geforderten 90-Tages-Frist, die der Automobilverband FIA für die Streckeninspektion braucht", freute sich Tourismus-Manager Lawrance Leong im Gespräch mit der Agentur 'Reuters'. Seit Bernie Ecclestone die Austragung des Nachtrennens in Singapur im May 2007 bestätigte, wurde in der Hafenstadt fast rund um die Uhr gewerkelt. Für die Einwohner kein Problem, denn Singapur gilt ohnehin als riesige "Dauerbaustelle".

Der asiatische Inselstaat und seine gut 4,5 Millionen Einwohner freuen sich auf die Königsklasse des Motorsports. Es gibt Unterstützung von allen Seiten, berichtete Leong: "Es lief alles blendend, dank der engen Kooperation, effektiver Planung und guter Ausnutzung der vorhandenen Ressourcen." Mit der Austragung des ersten Nachtrennens der Formel-1-Historie beginnt ein neues Kapitel im Grand-Prix-Sport. Während man in Europa den Vorteil einer Fernsehübertragung zu angenehmen Uhrzeiten genießt, sprachen in Singapur gleich mehrere Gründe für ein Nachtrennen.

"Abends ist es deutlich kühler und die nächtliche Atmosphäre mit dem elektrischen Licht wird den Zuschauern einen beeindruckenden Blick auf die schöne Skyline unserer Stadt ermöglichen", frohlockte Mediendirektor Jonathan Hallett. "Glücklicherweise hat sich die tolle Unterstützung durch die Bevölkerung auch im Ticket-Absatz niedergeschlagen. Außerdem hatten wir eine riesige Resonanz bei unserer Suche nach freiwilligen Helfern, als wir im Dezember Marschalls rekrutieren wollten."

"Wir hatten ursprünglich ein Ziel von 70.000 Besuchern pro Tag. Nach der überwältigenden Nachfrage nach den Tickets, haben wir unsere Zuschauerkapazität auf über 100.000 erhöht", berichtete Hallett stolz. Während im Fahrerlager immer noch viele Skeptiker mit Sorgen auf die möglicherweise mangelhaften Lichtverhältnisse in Singapur werfen, ist man vor Ort vollständig überzeugt. Nicht nur von der Technik, sondern auch vom volkswirtschaftlichen Erfolg. "Wir stellen unseren Staat ins weltweite Rampenlicht und die Tourismus-Branche und auch die andere Wirtschaft wird davon profitieren. Wir rechnen allein im Tourismus-Bereich mit einem jährlichen Umsatz von 100 Millionen Dollar nur durch die Formel 1", berichtete Leong.


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