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Formel-1-Piloten im Olympia-Fieber

Formel-1-Piloten im Olympia-Fieber

07 August 2008

Morgen werden in Peking die Olympischen Sommerspiele eröffnet - und die Formel-1-Piloten werden den Kampf um Edelmetall gespannt mitverfolgen. Da die Formel 1 derzeit Sommerpause hat, haben sie auch genügend Zeit, die Spiele am TV anzuschauen. Ganz hoch im Kurs steht bei vielen übrigens die Leichtathletik.

"Ich bin ein großer Fan der Athleten, die ihr Leben der Aufgabe gewidmet haben, der Beste zu sein - ihre Hingabe und ihr Einsatz, die Tatsache, dass sie alles andere zur Seite schieben, um dieses große Ziel zu erreichen, ist etwas, was ich wirklich respektiere und wovon ich viel lernen kann", erklärte McLaren-Mercedes-Pilot Lewis Hamilton.

Hamilton fühlt sich "so langsam!"

Hamiltons Lieblingsdisziplinen bei Olympia sind der 100-Meter-Sprint und das Speerwerfen. "Der 100-Meter-Sprint ist immer etwas Besonderes: Die schnellsten Männer des Planeten treten gegeneinander an", begeisterte sich der Brite. "Sie sind unglaublich schnell! Ich habe das selbst schon versucht - die Jungs wären schon zehn Meter weit gerannt, bevor ich überhaupt aus dem Startblock heraus wäre! Ich bin so langsam! Aber man sieht die Kraft, die sie in ihrem ganzen Körper haben. Es ist einfach klasse, wie sie diese gesamte Energie in weniger als zehn Sekunden freisetzen."

Auch Teamkollege Heikki Kovalainen, der natürlich die finnischen Sportler anfeuern wird, ist Leichtathletik-Fan: "Ich war erst kürzlich beim Grand-Prix-Meeting in Monte Carlo. Für mich war der Höhepunkt der Veranstaltung, als die Russin Yelena Isinbayeve den Weltrekord im Stabhochsprung gebrochen hat - sie muss in China eine Favoritin für die Goldmedaille sein. Auch wir Finnen haben einige Medaillenhoffungen: Speerwerfer Tero Järvenpää hat gute Chancen auf olympisches Gold. Das wäre für unser Land etwas ganz Großartiges."

De la Rosa hofft auf spanische Erfolge

McLaren-Mercedes-Testpilot Pedro de la Rosa verweist darauf, dass das Sportjahr für seine Heimat Spanien jetzt schon sehr erfolgreich war: "Wir sind Fußball-Europameister geworden, haben die Tour de France und Wimbledon gewonnen - deshalb hoffen wir, dass es auch bei Olympia gut läuft. Spanien hat vor allem im Basketball gute Chancen. Das werde ich besonders gespannt verfolgen, ebenso wie Tennis. Ich liebe es auch, Marathon anzusehen, einfach weil ich herausjagend finde, was diese Jungs leisten. Auch das Rad fahren werde ich mir ansehen - ich radle selbst viel und ich weiß, dass wir ein gutes Rad-Team haben."

De la Rosas Testfahrerkollege Gary Paffett hat als DTM-Pilot ebenfalls Sommerpause, das nächste Rennen steht für ihn am 31. August in Brands Hatch an . Paffett feuert die Briten an. Er wird die Disziplinen Fußball, Tennis und Radfahren mitverfolgen. Und in Sachen Leichtathletik hat Paffett eine ganze Liste von Medaillenentscheidungen, die er sich nicht entgehen lassen will: "Ich sehe mir die 100 Meter, die 200 Meter, die 400 Meter und die 4 mal 100 Meter Staffel an. Unbedingt sehen will ich auch den Weitsprung, Dreisprung, Speerwerfen und Stabhochsprung. Ich würde das jetzt nicht unbedingt selbst machen wollen, aber als Zuschauer fasziniert es mich. Grundsätzlich habe ich keinen speziellen Favoriten - solange die Briten gewinnen, ist alles andere egal!"

Heidfeld träumt vom Olympiastart

BMW Sauber F1 Pilot Nick Heidfeld reicht das reine Zusehen nicht aus: Er würde zu gern einmal selbst dabei sein. "Für mich sind die Olympischen Spiele etwas ganz Besonderes. Ich würde das wirklich gern selbst miterleben", sagte er. Wenn, dass würde er das Ziel aber erst nach seiner Formel-1-Karriere angehen, in einer Sportart, in der man auch in fortgeschrittenem Alter noch erfolgreich sein kann. "Die Disziplin wäre zweitrangig - es ginge nur darum, ein Teil dieser fantastischen Veranstaltung zu sein."

Williams-Pilot Nico Rosberg hat eine klare Lieblingsdisziplin: "Die Nummer eins ist für mich der 100-Meter-Sprint, der ist immer spektakulär", sagte er in einem Team-Podcast. "Ich interessiere mich auch sehr für die anderen Laufdisziplinen wie die 200 und die 400 Meter. Ich selbst wäre ganz klar ein Langstreckenläufer. Ein guter Sprinter wäre ich nicht, da ich nicht so schnell bin, aber auf der Langstrecke könnte ich alle schlagen."

Sein Teamkollege Nazuki Nakajima begeistert sich vor allem für Fußball und Baseball: "Baseball ist in Japan sehr groß und es wird zum letzten Mal eine olympische Sportart sein. Deshalb ist es für das japanische Team die letzte Chance, ein gutes Ergebnis zu holen. Die Japaner könnten auch im Schwimmen, im Judo und vielleicht im Turnen stark sein."

Der Olympiaplan von Renault-Pilot Fernando Alonso ist ganz einfach: "Ich verfolge alle Sportarten, in denen gute spanische Sportler dabei sind", wurde er von 'formula1.com' zitiert. "Im Tennis haben wir Nadal und im Radsport haben wir auch einige starke Jungs dabei. Leichtathletik sehe ich mir nicht an, denn da sind wir Spanier nicht so gut."

Ebenso umkompliziert geht Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen die Olympischen Spiele an: "Es wird schn, alle Sportarten zu sehen", sagte der Finne, fügte aber hinzu: "Ich denke, im Radsport ist BMW recht interessant."


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